Weitere Projekte des Kulturforum

Die Projekte sind ein Kernstück der Arbeit des Kulturforum Schorndorf und haben eine lange Tradition. Genau genommen entstand der Verein aus einem kulturellen Projekt heraus – dem ersten Bildhauer-Symposium 1987.

Die Idee zu einem Projekt kann aus einem kulturellen Arbeitsbereich wie der Bildenden Kunst oder einem bestimmten Thema von aktuellem Interesse entstehen. Das Projektmotiv wird dann von möglichst vielen Sektionen und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Zur Umsetzung des Projektes werden alle kulturellen Energien mobilisiert: Viele Bürgerinnen und Bürger brachten sich bisher ehrenamtlich ein. 

Kulturelle Institutionen, Vereine und Schulen beteiligten sich in der Vergangenheit ebenfalls an den Projekten. Gemeinsam steuern alle zu einem außerordentlichen Facettenreichtum bei.

Mitarbeit an unseren Projekten

Die ehrenamtliche Mithilfe an einem Projekt kann in der Mitgestaltung des Projektprogramms liegen, in Form eines Beitrags zum Thema oder in der Unterstützung der Organisation. Die Möglichkeiten sind sehr verschieden und ändern sich von Projekt zu Projekt.

Sie haben Interesse? Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Unsere bisherigen Projekte (Auswahl)

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Grenzgänger. Vom Leben im Zwischen (2014)

Veranstaltungsreihe zum Thema Auswanderung

Die Veranstaltungsreihe des Kulturforums „Grenzgänger. Vom Leben im Zwischen.“, die im Frühjahr 2014 von der Sektion Literatur ausgearbeitet wurde und in gutbesuchten Lesungen und einer ausdrucksstarken Fotoausstellung sich dem Thema Auswanderung näherte, wurde im Herbst 2014 mit weiteren Abenden fortgesetzt. In Film, Theater, Diskussion und Musik werden die Themen Einwanderung, Auswanderung, Flucht, Fremde, Heimat und respektvolles Miteinander von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.


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Blickwechsel (2009)

Zum 250. Todestag von Ludovike Simanowitz

In der Ausstellung „Blick-Wechsel“ wurden Werke der in Schorndorf geborenen Malerin im Spannungswechsel mit aktuellen Künstlerinnen gezeigt. Begleitet wurde die Schau in den Galerien für Kunst und Technik von einem umfangreichen Programm mit Führungen, Vorträgen, Lesungen und Musik. Zudem gab es eine Fotoaktion, an der sich Frauen aus Schorndorf beteiligen konnten. Die Fotografien zum Thema „Frauenzimmer – der eigene Raum“ wurden in der zur Ausstellung erschienenen Publikation „postlagernd Ludovike“ veröffentlicht.


Zu den Publikationen "postlagernd Ludovike" und "Blick-Wechsel"
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liebheimatland (1989)

Positionen zur Heimat

1989 wurden in dem Projekt „liebheimatland“ ganz unterschiedliche Positionen zum Begriff Heimat gezeigt. Es gab eine große kunsthistorische Ausstellung im Rathaus, Vorträge und Zeitzeugengespräche, die das Zwielicht des Themas bewusst machten, Kleinkunst-Beiträge und einen großen Festakt in der Barbara-Künkelin-Halle.

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SommernachtsRaum (2013)

Internationales Straßentheaterfestival

Krönender Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen zum 25-jährigen Bestehen des Kulturforum Schorndorf war das Theaterfestival SommernachtsRaum vom 21. bis 23. Juni 2013. An drei Tagen tummelten sich internationale Straßentheater-Ensembles und Artisten in Schorndorf und verwandelten die Innenstadt in eine große Theaterbühne. Von kleineren Produktionen über Walking-Acts, Comedy, Zaubershows, Jonglage und Kasperl-Theater es war für jeden etwas dabei.


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Statt Gartenschau (1993)

Grün in der Stadt

1993 reagierte das Kulturforum auf die Landesgartenschau in Stuttgart mit „Statt Gartenschau - Grün in der Stadt“. In dem Projekt entstanden der Schorndorfer Grünpfad und die detaillierte Dokumentation des Pflanzenvorkommens auf dem Gelände des alten Friedhofs. Das Konzept wurde von einer Kunstausstellung, Vorträgen, Lesungen, Film und Straßentheater begleitet.


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Wem gehört die Welt? (2009)

Ein kulturpolitisches Projekt

Spätestens seit dem Börsenkrach im Oktober 2008 ist klar, dass ein ungezügelter Kapitalismus die Welt an den Rand eines wirtschaftlichen Super-GAU geführt hat. Die hemmungslose Gier nicht nur einer Managerkaste, eine seit den 90er Jahren verbreitete Politik des Ausverkaufs von gesellschaftlichen Interessen, eine immer  größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich und eine gezielte Verblödung durch eine aggressive Unterhaltungsindustrie – für viele hat der Kapitalismus in dieser Form ausgedient. Das kulturpolitische Projekt Wem gehört die Welt? ging in Ausstellung, Konzert, Theater, Workshop für Jugendliche, Literatur, Vortrags- und Diskussionsreihe verschiedenen Aspekten der gegenwärtigen Situation nach.


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SpielRäume (1992)

Theater an ungewöhnlichen Orten

So wurde „Das Käthchen von Heilbronn“ beispielsweise auf dem Marktplatz aufgeführt, ein Licht- und Laserkonzert wurde auf die Fassade des ehemaligen Postturms projiziert, in einer Tiefgarage fand ein Tanztheater statt, in der Kelter spielte man Becketts „Glückliche Tage“, in einer Firmenkantine konnte man „Heute abend: Lola Blau“ sehen und Rockmusik war in einer Autowerkstatt zu hören.