Die Skulpturen des Schorndorfer Skulpturenrundgangs

Skulptur 17

Siegfried Pietrusky

Gerüst mit drei Gnubbeln

Standort: Wallstraße
Material: Holz/Stahl/Kunststoff
Jahr: 1997

Mächtig und wuchtig kommt es daher, das ‚Gerüst mit drei Gnubbeln‘. Schwere Balken, verbunden durch kräftige, rostende Stahlteile, stehen im scharfen Kontrast zu den drei weißen Gnubbeln, welche die waagerechten Balken kokonartig umgarnen. Dieses Zusammentreffen von Gebautem und organisch Gewachsenem verleiht der Plastik eine lebendige Spannung. Sie wird noch gesteigert durch die leichte Schräglage und die kleinen Räder, die das Ganze schwankend erscheinen lassen.

An der Ecke des Bantel-Parkplatzes, Ecke Wall- und Schulstraße, steht es zurzeit. Ein Vehikel aus ferner Vergangenheit, gesellt es sich zu den geparkten Autos, bringt Ruhe in den Trubel. Das Unrund der Gnubbel und die kleinen Rädchen unter den wuchtigen Balken lassen Fragen nach unsrer Mobilität aufscheinen. „Es hat ja auch was von einem trojanischen Pferd...“ meinte Pietrusky. (U.K.)


Nach aufwändiger ehrenamtlicher Restaurierung der Gnubbel in mehreren hundert Arbeitsstunden konnte die Arbeit im August 2012 am jetzigen Standort wieder aufgestellt werden. Das Kulturforum Schorndorf dankt in diesem Zusammenhang allen Helfer*innen sowie Joachim Schock für die Zwischenlagerung auf seinem Gelände und der Familie Bantel, auf deren Grundstück das Gerüst mit drei Gnubbeln ein neues Zuhause gefunden hat.

Siegfried Pietrusky

1952 in Jade geboren
1981-87 Studium Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
1986 Preis des Kunstvereins Hannover
1994 Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsens
Lebt und arbeitet in Berlin