Die Schorndorfer Edition

Edition 7

Hannel Nitschke-Illg

Schorndorf '95

Hannel Nitschke-Illg will mit ihren Bildern die heute oft unbeachtete freundliche Seite des Lebens in den Vordergrund rücken. Indem sie das Ästhetische im Alltag zum Kunstwerk erhebt, fordert sie den Betrachter zum genauen Hinschauen auf. Es ist, als wollt sie mit ihren Bildern sagen: "Überall ist Schönheit zu entdecken. Es liegt an Dir, wenn Du sie nicht siehst."

Das vorliegende Editionsblatt zeigt einen Blick auf Schorndorf, den man so nicht mehr sehen kann. Der beliebt und stark benutzte Eisenbahnsteg wurde im Januar 19995 abgerissen. Viele Kindheitserinne- rungen an aufregende Spiele von Schorndorfer Bürgern, die dort aufgewachsen sind, sind mit ihm verbunden. Aber auch Erinnerungen von unzähligen Vorstadtbewohnern, die den Steg zu jeder Jahreszeit benutzten, das Stadtpanorama vor Augen und die Gleisanlagen. Mit dieser Radierung hat Hannel Nitschke-Illg auf eine ganz unsentimentale Weise ein wichtiges Stück Stadtgeschichte festgehalten.

Mit der Edition 7 verlegt das Kulturforum Schorndorf erneut eine Radierung. Wie zu Rembandts Zeiten ließ die Künstlerin die Radierblätter auf der Handpresse einzeln herstellen. Wenn die Radierungen kleine Unterschiede in den Farbtönen aufweisen, so ist dies eine Folge der sehr aufwendigen manuellen Drucktechnik.

Schorndorfer Edition 7
1996

Hannel Nitschke-Illg
Schorndorf ’95

Radierung auf Kupferdruckpapier
Blattformat: ca. 60 x 45 cm
Bildgröße: ca. 41 x 26 cm
Auflage: 100 Exemplare, nummeriert und signiert

Hannel Nitschke-Illg
geb. 1923 in Grunbach
Freischaffende Malerin und Grafikerin
Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an
der Kunstschule Spaichingen-Balingen,
der FH Schwäbisch Gmünd und an der
Kunstakademie Stuttgart
Mitglied im VBKW