2009 – Wem gehört die Welt

Spätestens seit dem Börsenkrach im Oktober 2008 ist klar, dass ein ungezügelter Kapitalismus die Welt an den Rand eines wirtschaftlichen Super-GAU geführt hat. Die hemmungslose Gier nicht nur einer Managerkaste, eine seit den 90er Jahren verbreitete Politik des Ausverkaufs von gesellschaftlichen Interessen, eine immer  größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich und eine gezielte Verblödung durch eine aggressive Unterhaltungsindustrie – für viele hat der Kapitalismus in dieser Form ausgedient.

Das kulturpolitische Projekt Wem gehört die Welt? ging in Ausstellung, Konzert, Theater, Workshop für Jugendliche, Literatur, Vortrags- und Diskussionsreihe
verschiedenen Aspekten der gegenwärtigen Situation nach.

Das Projekt will sich in eine gesellschaftliche Debatte einmischen, will analysieren, Fragen aufwerfen. Vor allem aber will es versuchen, in einem kritischen Diskurs  Denkanstöße im Hinblick auf eine neue Ethik und Moral zu vermitteln und sich Visionen und Perspektiven zu nähern.