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Ausstellung Literatur Musik 

ENTFÄLLT: Den Menschen einen Namen geben

5. bis 18. November 2020, Stadtkirche

Ausstellung: Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland

Den Opfern einen Namen geben wollten Jounalisten der beiden Tageszeitungen „Frankfurter Rundschau“ und „Tagesspiegel“, als sie am 14. September 2000 eine Chronik von 93 Todesopfern rechter Gewalt seit 1990 veröffentlichten. Seitdem ist die Zahl der bekannten Opfer auf über 200 gestiegen. Manche der Morde machten Schlagzeilen - wie die Morde des sogenannten NSU. Andere verschwanden fast unsichtbar in den Zeitungsnachrichten oder tauchten noch nicht einmal in der Statistik auf. Der Recherche der Jounalisten ist es zu verdanken, dass die Opfer aus der Namenlosigkeit geholt wurden. Die Ausstellung besteht aus fast 200 Tafeln mit den Bildern der Ermordeten und einem kurzen Text.

Rebecca Forner, Kommunikationsdesignerin, erarbeitete die Ausstellung in den Jahren 2002 bis 2004. Seitdem hat sie die Tafeln siebenmal ergänzen müssen, ein Ende scheint nicht absehbar zu sein.

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Donnerstag, 5. November 2020, 19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung

Begrüßung: Pfarrer Steen Kläger-Lißmann
Impulsvortrag: Clara Berger, Fachstelle für Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention Rems-Murr-Kreis

Zur Ausstellung spricht Gratian Riter vom Schorndorfer Bündnis gegen Rassismus und Rechtsextremismus
Musikalische Umrahmung: Joachim Hess, Cellist des Stuttgarter Staatsorchesters

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Montag, 9. November 2020, 19 Uhr: Musikalische Lesung: "Sagen, was zu sagen ist"

„Sagen, was zu sagen ist“

Am heutigen Abend bringt der Schauspieler Soran Assef Lyrik und Prosa zu Gehör, begleitet vom Musiker Hansi Fuchs. Die literarischen Texte kreisen um Ausgrenzung, Diskriminierung und Bedrohung, appellieren aber auch an Solidarität, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft.

Texte u.a. von Elie Wiesel, Horst Bienek, Hilde Domin und Olivia Wenzel

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Freitag, 13. November 2020, 19.30 Uhr: Szenische Lesung mit Live-Musik "Kischen mit Musik"

Szenische Lesung mit Live-Musik: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

Die Anna-Seghers-Preisträgerin Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman „Als ich mit Hitler  Schnapskirschen aß“ vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft, Liebe und Wut.

Die Lesung wird live begleitet von den Musikern Thorsten Müller (Stimme, Klarinetten, Xylophon) und Benjamin Hiesinger (Kontrabass).

Eine besondere Einladung gilt allen Schülerinnen und Schülern.

Wann und wo?

Stadtkirche Schorndorf
5. - 18. November 2020

So - Do 14 - 18 Uhr
Fr 13 - 15 Uhr
Sa 14 - 17 Uhr

Programm

Hier können Sie das gesamte Programm als PDF downloaden.

Eine Veranstaltung des Schorndorfer Bündnisses gegen Rassismus und Rechtsextremismus und der Evang. Stadtkirchengemeinde Schorndorf

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Spenden sind willkommen.

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